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| Auch das ist aggressives Verhalten: Abducken, die erste Stufe der Ressourcenverteidigung. |
das gemeinsame Spiel im streßfreien Raum fungiert hierbei als wunderbares Hilfsmittel der Natur. Problematisch wird es zumeist erst dann, wenn der Mensch ins Spiel kommt. Nicht selten berauben wir unsere Hunde ihrer natürlichen kommunikativen Möglichkeiten und durchbrechen durch unser unbedachtes Handeln ihre ungeschriebenen Gesetze. Wir nehmen ihnen Futter weg, obwohl sie längst demonstrativ über ihren Schüsseln stehen. Sie versuchen, ein Spielzeug wegzuschleppen - und wir rennen hinterher, um es ihnen abzujagen. Sie stellen die Nackenhaare auf und fixieren den entgegenkommenden Artgenossen mit Blicken - und wir ziehen sie an den Leinen weg, weil wir schließlich weitergehen wollen und das alles aus der tiefsten Überzeugung, daß gemacht wird, was wir bestimmen. Immerhin sind wir die Chefs im Ring.
Menschliches Ignorantentum
Das Dumme daran ist nur, daß genau das nicht stimmt. Aus Sicht unserer Hunde sind wir höchstens "Möchtegern-Anführer", die nicht einmal die elementarsten Grundregeln beherzigen, wenn wir tapfer die Tatsache ignorieren, daß der vierbeinige Begleiter, der doch bisher nie knurrte, wenn wir ihm den Knochen stiebitzten, an dem er eben noch nagte, sich plötzlich so merkwürdig bedrohlich verhält.
Kein Wunder
Wir wundern uns, wenn unser Hund eines Tages zuschnappt, weil wir ständig über seine artgemäßen Grenzen hinwegbrettern, statt einfach mal zu fragen, welchen Sinn ein hundliches Verhalten haben könnte, gerade wenn wir es zunächst nicht einzuordnen wissen.
Unwissen schützt leider vor Strafe nicht
Das Problem aggressiver Hunde ist in aller Regel weder eine angeborene, noch eine erlernte Aggressivität. Das Problem ist menschliches Unwissen, gepaart nur allzu oft mit der unreflektierten Befolgung gefährlicher Ratschläge die zwar nicht Trieb, aber Triebfedern für hundliches aggressives Verhalten sein können.
Das zweite Ziel von aggressionshund.de
Und genau deshalb sollen diese Seiten auch Werbung sein. Werbung dafür, erst einmal "hundisch" zu lernen, damit der bellenden Hund an unserer Seite gar nicht erst in die Verlegenheit kommen muß, zuzubeißen, um seine Ziele zu erreichen.
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Per definitionem
Die Verwendung des Begriffes Aggression beinhaltet in der Verhaltensbiologie kein Werturteil. Er beschreibt lediglich ein Handeln, das einen Gegenpol zum Meiden einer Situation oder zur Flucht vor einem Reizauslöser bildet.
Aggression als mögliche Strategie der Konfliktlösung ist jedem Hund "in die Wiege gelegt". Genetische Dispositionen sowie die Vorerfahrungen eines Hundes bestimmen, wie rasch er angesichts eines Reizauslösers bereit ist, sich aggressiv zu verhalten. Eine wichtige Rolle spielt zudem die individuelle "Erfolgsbilanz" eines Hundes. Hat er seine Ziele schon oft mittels gezeigter Aggression erreicht, wird er dieses Verhalten in der Folge wieder zeigen, weil er gelernt hat, daß es ihn weiterbringt.
Den umgangssprachlich oft gebrauchten Begriff "Angstaggression" kennt die Verhaltensbiologie nicht. Angst ist zwar eine der häufigsten Ursachen für aggressives Verhalten, stellt jedoch ein von der Aggression getrenntes Gefühl dar. Nicht selten folgt die Aggression der Angst. Dies geschieht zumeist, wenn ein Hund erkennt, daß er mit einer Strategie des Meidens keinen Erfolg haben wird. Er handelt, wenn er sich darauf aggressiv verhält, aus seiner Sicht logisch. Sein Ziel liegt generell in der Vergrößerung der Distanz zum angstauslösenden Reiz - erzielt er keinen Erfolg, indem er selbst sich entfernt, muß er im Umkehrschluß dafür sorgen, daß sich der Reiz von ihm entfernt. |
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Aggression - "nur"
Mittel zum Zweck
Vertraute Rituale sorgen für
gewaltfreie Konfliktbewältigung.
Aggression ist kein Trieb - auch wenn von einer bestimmten Art Hundehalter und leider auch Hundetrainer immer noch das Gegenteil behauptet wird. Oft genug rechtfertigen sie damit die Gewalt, die sie ihren Hunden bei deren Ausbildung antun, nicht selten besitzen sie gar die Chuzpe, zu erklären, sie täten es doch nur zu des Vierbeiners Bestem.
Hunde sind keine Triebtäter
Dabei sind Ideen, die auf Sätzen wie "dem muß man nur mal zeigen, wo der Hammer hängt" oder der Einschätzung, eine Hundehalter bilde mit seinem Hund ein Rudel, in dem er das Alphatier zu sein habe, nicht nur grober Unfug. Sie sind vor allem eins: brandgefährlich. Nur allzu schnell hat einen wirklichen Problemhund, wer sich an Tips und Tricks hält, die wahlweise "Trieb austreiben" oder "sich Trieb zunutze machen" wollen.
Erfolgstypen
Der Grund dafür ist ganz einfach: Ein aggressiver Hund verfolgt mit seinem Verhalten grundsätzlich ein sehr konkretes Ziel. Verteidigt ein Hund ein Territorium, will er eine wichtige Ressource sichern, ein "Mädchen" für sich gewinnen oder einem hundlichen Konkurrenten mitteilen, wer in einem bestimmten Umfeld der "Platzhirsch" ist, f olgt er, wenn er seiner Natur folgen darf, einem klar abgestuften Schema, das ihm genauso vertraut ist wie jedem seiner Artgenossen.
Die Pfote des Ahnherrn im Spiel
Dieses hundliche "Frage-Antwort-Spiel" geht auf das wölfische Erbe zurück. Für die Stammväter unserer Haushunde ist es schlicht und ergreifend überlebenswichtig, Konflikte gewaltfrei austragen zu können. Denn wer verletzt ist, kann dem Rudel nicht dienen, er ist kein vollwertiger Jäger und auch sonst zu wenig nutze. So ist es nur logisch, daß Beschädigungen, und das gilt für unsere Hunde genauso wie für die Wölfe, nur in den seltensten Fällen stattfinden und zwar dann, wenn eine Situation wirklich keine andere Lösung mehr zuläßt.
Artgemäße Hemmungen
Jeder gesunde Hund hat eine angeborene Beißhemmung. Lassen wir zu, daß er sich artgemäß entwickelt, lernt er schon in den ersten Wochen seines Lebens, Konflikte auszutragen, ohne dem Kontrahenten zu schaden. Er erfährt durch seine Eltern und Wurfgeschwister, daß derjenige, der sich nicht an die Regeln hält, schnell keine Freunde mehr hat. |