|
Abgefragt werden lediglich Eigenschaften, die Menschen an Hunden "haben" wollen.
Willkürliche Schubladen
Wir brandmarken sogenannte "Kampfhunde" und bezeichnen sie als Monster und definieren "normales Hundeverhalten" vollkommen "frei Schnauze", allerdings garantiert absolut unhundlich.
Im Zweifel gegen den Angeklagten
Wir bestimmen, ob ein Hund "gut" oder "böse" ist, und stricken dafür auch gleich die passenden Gesetze. Die verlangen auf der einen Seite die artgerechte "Haltung" eines Hundes, veordnen auf der anderen jedoch höchst artungerechte Leinenzwänge und, ganz ohne Ansehen des Individuums per "juristischer Sippenhaft", auch gerne mal kollektiv Maulkörbe. In dubio pro reo - für unsere Hunde gilt vieles, nur dieser rechtsstaatliche Grundsatz nicht.
Das erste Ziel dieser Seiten
Wenn wir Menschen einen Hund bei uns aufnehmen, übernehmen wir in erster Linie Verantwortung und eine Reihe von Verpflichtungen. Dafür Bewußtsein zu schaffen, ist eins der Anliegen von aggressionshund.de.
Es ist dieser Site darum zu tun, Bezugsmenschen nicht nur aggressiver Hunde vor Augen zu führen, daß wir unsere Hunde in eine Gesellschaft "werfen", der völlig andere Spielregeln zugrunde liegen als einer hundlichen. Sämtliche Gepflogenheiten unserer Menschenwelt sind ihnen fremd, nicht selten werden sie für sie völlig unverständlich bestraft, wenn sie sich einfach nur wie Hunde verhalten.
Wir müssen unseren Vierbeinern unsere Welt hundlich verständlich erklären. Denn obwohl Hunde in vielerlei Hinsicht Anpassungskünstler sind - unsere Sprache können sie nicht erlernen. Wir müssen uns für sie verständlich "ausdrücken", weil wir sie nur so in die Lage versetzen, uns Vertrauen entgegenbringen und sich an unserer Seite wohl- und zurechtzufinden.
|
Aggressiver Hund
- was nun?
Die gute Nachricht zuerst: Ihr Hund ist weder böse, noch "durchgeknallt".
Wer kennt das nicht? Keifende Hunde, scheinbar hoffnungslos ineinander verkeilt. Es töst, wie sonst nur anläßlich einer Götterdämmerung. Doch plötzlich, aus heiterem Himmel ist, zum Erstaunen der anwesenden Menschen, Schluß und zwar ganz ohne Tote oder auch nur Verletzte.
Friedenschluß in Sekundenschnelle
Der Zweibeiner steht und staunt. Wie kann das sein? Eben noch sahen die Kontrahenten aus, als wollten sie sich gegenseitig umbringen, und jetzt hat nicht einmal einer eine Schramme abgekriegt. Nicht einmal mehr gram scheinen sich die "Krieger" noch zu sein.
Tierisches 'gentlemen's agreement'
Die Antwort ist einfach. Hundliche Aggression macht uns Menschen zwar oft hilflos - für unsere Vierbeiner jedoch ist sie schlicht ein Mittel der Kommunikation. Durch ein Höchstmaß an klaren Spielregeln und eine starke Ritualisierung stellt sie eine wunderbare Form des "gentlemen's agreement" dar und dient eigentlich nur einem Zweck: Beschädigungen bzw. Verletzungen zu verhindern.
Und er schweigt doch nicht!
Was übrigens genauso für uns Menschen gilt. Ein knurrender, drohender oder gar schnappender Hund "spricht" auch mit uns. Er "sagt" uns, daß er sich bedroht fühlt, vor etwas Angst hat oder etwas, das er besitzt und das ihm wichtig ist, nicht hergeben will. Der "Aussagen" sind gar viele, Wir müssen sie nur verstehen wollen.
Hierzu ist es allerdings zumeist erst einmal nötig, uns von Vorurteilen freizumachen. Zu oft haben wir aggressives Verhalten einfach mit dem Etikett "schlecht" versehen und brechen den Stab über etwas, von dem wir nicht einmal die Mühe machen, es auch nur verstehen zu wollen. Statt dessen unterziehen wir unsere Hunde fleißig Wesenstests, die nicht einmal im Ansatz ihr Wesen testen. |